Fünf Gründe, warum Sie Ihr Unternehmen jetzt nachhaltig gestalten sollten!

Der Klimawandel ist heute nicht mehr nur ein heißes Thema für Unternehmen. Denn für viele Unternehmen wird echte Nachhaltigkeitsarbeit im nächsten Jahr durch das EU-Recht vorgeschrieben, d. h. die Vorbereitungen dafür sollten bereits jetzt beginnen. Wenn man jedoch die Vorteile und Geschäftsmöglichkeiten betrachtet, welche ein grünes und sauberes Unternehmen mit sich bringt, sind das keine schlechten Nachrichten.

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Die Tatsache, dass wir alle an einem Strang ziehen müssen, um unseren Beitrag zu einer besseren Zukunft leisten zu können, ist uns allen bekannt. Die umfangreichen Arbeiten jedoch, die viele europäische Unternehmen aufgrund von EU-Recht bereits im nächsten Jahr leisten müssen, können eine unerfreuliche Überraschung sein, wenn Sie nicht vorbereitet sind. Auch wenn dieser Weg in die grüne Umstellung sehr vorgegeben erscheint, bringt er zahlreiche Vorteile in allen Bereichen Ihres Unternehmens.

Lassen Sie uns fünf Gründe erläutern, warum Sie noch heute den grünen Weg einschlagen sollten.

1. EU-Taxonomie und CSRD

Der erste Grund ist vielleicht nicht der angenehmste, aber sehr wichtig. Es geht um das EU-Gesetz zur Taxonomie, das für das Geschäftsjahr 2023 in Kraft tritt. Danach müssen Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern und/oder einem Umsatz von mehr als 40 Mio. EUR damit beginnen, den Anteil ihrer Aktivitäten offenzulegen, der als „ökologisch nachhaltig“ eingestuft wird, und zudem die drei „Rs“ befolgen: Record (Aufzeichnen), Report (Melden), Reduce (Reduzieren). 

Mit diesem Gesetz soll dem Greenwashing ein Ende gesetzt und der grüne Wandel einleitet werden, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen, d. h. die Netto-Treibhausgasemissionen (THG) bis 2030, um mindestens 55 % gegenüber 1990 zu reduzieren und die EU bis 2050 klimaneutral zu machen.

Haben Sie Ihr Unternehmen schon auf die Einhaltung dieser neuen Standards vorbereitet?

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2. Den Wettbewerb um kompetente Mitarbeitende gewinnen

Nachhaltigkeit als zentraler Wert ist wichtig, um motivierte und qualifizierte Talente zu gewinnen. Die meisten modernen Arbeitnehmer*innen, insbesondere die jüngere Generation, wünschen sich nachhaltige Maßnahmen an ihrem Arbeitsplatz und sind begeistert, wenn Unternehmen einen positiven Einfluss auf die Zukunft haben.

3. Die Marke sein, die die Verbraucher wollen

Studien zeigen, dass sich ein immer größerer Teil der Verbraucher*innen für Produkte entscheidet, die einen transparenten Fußabdruck in ihrem Lebenszyklus aufweisen. Es gibt auch einen zunehmenden Trend in den Konsumgewohnheiten, bei dem die Verbraucher*innen bereit sind, einen höheren Preis für ein Produkt mit weniger negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu zahlen. Wenn sich ein Unternehmen also für Nachhaltigkeit einsetzt und dies den Verbraucher*innen zeigt, wird es wahrscheinlich Marktanteile gewinnen und seinen Umsatz steigern.

4. Optimierte Prozesse

Nachhaltigkeit ist im Zentrum des Unternehmens am besten aufgehoben. Viele Maßnahmen zur Optimierung und Entwicklung von Betriebsabläufen sind auch unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit zu betrachten. Eine Optimierung der Effizienz allein ist keine Maßnahme zur Nachhaltigkeit, wenn sich die Gesamtemissionen nicht verbessern. Nehmen wir jedoch an, wir können Wege finden, den Material- und Wasserverbrauch zu reduzieren oder den Einsatz gefährlicher Chemikalien basierend auf der Prozessentwicklung zu minimieren. In diesem Fall leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit.

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5. Unternehmensbewertung und Gewinnung von Investoren

„Nachhaltigkeit“ ist also kein Schlagwort im Marketing, sondern ein Muss in der heutigen Geschäftswelt, unabhängig von der Branche. Unternehmen mit einem starken Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit sind attraktiver für Investoren und steigen ihren Wert nachweislich schneller als der Durchschnitt. Solche Vorteile ergeben sich z. B. durch den Zugang zu Kapital, die Kundengewinnung und deren Zufriedenheit, die Betriebsgenehmigungen und Kosteneinsparungen. Außerdem nimmt die Nachhaltigkeit immer mehr Einfluss auf Ausschreibungs- und Angebotsverfahren, da Nachhaltigkeitsfaktoren in den Lieferketten immer stärker in den Mittelpunkt rücken.

In ähnlicher Weise hat der angesehene Verband Business Roundtable(BTR) vor einigen Jahren erklärt, dass das Zeitalter des Wachstums um des Shareholder-Value willen vorbei ist. Die neue Unternehmenspolitik betont das Ziel, Werte für Kunden, Mitarbeiter und Gemeinschaften zu schaffen. Infolgedessen erklärten die CEOs der 181 bekanntesten Unternehmen in den USA, dass sie sich zu Maßnahmen verpflichten, die Vorteile versprechen, z. B. in Bezug auf Mitarbeitergehälter, Investitionen in Bildung, Umweltschutz, ethische Grundsätze und die Unterstützung von lokalen Gemeinschaften. Ein aktuelles Beispiel dafür ist das Outdoor-Bekleidungsunternehmen Patagonia, dessen Gründer gerade das gesamte Unternehmen im Wert von 3 Milliarden US-Dollar für den Kampf gegen den Klimawandel gespendet hat.

Wenn Sie all diese Vorteile (und erforderlichen Vorschriften) kennen, gibt es keinen Grund mehr, Ihre Nachhaltigkeitsarbeit als Unternehmen aufzuschieben. Wenn Sie mehr über unsere Ambitionen erfahren möchten, Unternehmen bei ihrem grünen Wandel zu helfen, ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren und die Geschäftsmöglichkeiten zu nutzen, um einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten, lesen Sie unseren Artikel über das Center of Excellence für Nachhaltigkeit von Fellowmind.

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Mikko Räsänen, Sustainability Lead, Finland

mikko.räsänen@fellowmind.fi